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Zucchini krankheiten

Zucchini krankheiten - Blomea.at

Zu den häufigsten zucchini krankheiten zählen Mehltau (sowohl Echter als auch Falscher), Grauschimmel und Mosaikvirus, während Blattläuse und Spinnmilben als typische zucchini schädlinge auftreten.

Typische Anzeichen sind unter anderem ein weißer Belag auf den Blättern, gelbe oder gefleckte Blätter, eingerollte Triebe oder weiche Früchte. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du krankheiten an zucchinipflanzen erkennst und welche Maßnahmen zur Vorbeugung sinnvoll sind.

Warum treten Krankheiten bei Zucchini auf?

Zucchini wächst schnell, bildet zahlreiche große Blätter und trägt meist über einen langen Zeitraum Früchte. Diese schnelle Entwicklung macht die Pflanzen jedoch empfindlich, wenn die Standortbedingungen aus dem Gleichgewicht geraten. Feuchtigkeit, Luft, Wasser und Nährstoffe sind eng miteinander verbunden – sobald einer oder mehrere Faktoren nicht passen, steigt die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten und schädlinge an zucchini.

Grundsätzlich ist eine gesunde Zucchinipflanze recht robust. Meistens werden jedoch die durch Stress geschwächten Pflanzen krank. Noch mehr Tipps findest du im Artikel Pflege von Zucchini.

Krankheiten an zucchinipflanzen treten besonders häufig auf, wenn:

  • Die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit hoch ist.
  • Die Blätter abends häufig noch nass sind.
  • Die Pflanzen zu dicht stehen und wenig Luft um sich haben.
  • Ungleichmäßig oder von oben gegossen wird.
  • Der Boden dauerhaft nass ist und die Wurzeln zu wenig Sauerstoff erhalten.

Mehltau

Mehltau ist wohl die am weitesten verbreitete Krankheit bei Zucchini und tritt meist ab der Mitte oder gegen Ende der Saison auf. Er zeigt sich als weißer, mehlartiger Belag auf der Blattoberseite und kann sich ohne rasches Eingreifen schnell ausbreiten. Zucchini kann sowohl vom Echten Mehltau befallen werden, der warme, trockene Luft und kühle Nächte bevorzugt, als auch vom Falschen Mehltau (Blattfleckenkrankheit), der feuchtes Wetter braucht und sich durch gelbe Flecken auf der Blattoberseite sowie einen grauen Pilzrasen an der Unterseite äußert.

Mehltau deutet oft darauf hin, dass die Pflanze unter Stress steht. Ausführliche Informationen zu Symptomen, Bekämpfung und Vorbeugung findest du in unserem Ratgeber zu Mehltau bei Zucchini.

Grauschimmel und weitere Pilzkrankheiten

Grauschimmel (Botrytis) ist eine weitere Pilzerkrankung, die bei Zucchini auftritt. Man erkennt sie an einem grauen, pelzigen Überzug auf Blüten, Blättern oder Früchten, meist in feuchten Perioden mit schlechter Belüftung. Meist beginnt der Befall in abgestorbenen Blütenresten, die an den Früchten haften, und kann sich dort ins Fruchtfleisch ausbreiten, sodass die Zucchini an der Spitze fault.

Entscheidend ist es, befallene Pflanzenteile rasch zu entfernen und die Luftzirkulation um die Pflanze zu verbessern. Ebenfalls hilfreich: Verwelkte männliche Blüten und alte Blätter regelmäßig entfernen, damit der Pilz keinen dauerfeuchten Unterschlupf findet.

Mosaikvirus bei Zucchini

Der Mosaikvirus befällt Zucchini und andere Kürbisgewächse und zeigt sich durch ein helles, mosaikähnliches Muster auf den Blättern sowie verkrüppelte oder verdrehte Triebe. Die Früchte bleiben oft klein, werden höckerig oder verfärben sich. Der Virus verbreitet sich hauptsächlich über Blattläuse und kann durch infizierte Pflanzenreste oder Gartengeräte übertragen werden.

Ist eine Pflanze einmal infiziert, gibt es keine gezielte Behandlung. Sie sollte komplett entfernt und über den Hausmüll entsorgt werden – nicht auf den Kompost. Vorbeugung bedeutet, Blattläuse in Schach zu halten, nach der Saison aufzuräumen und auf Fruchtwechsel zu achten, also Zucchini & Co. jedes Jahr an einen neuen Standort zu setzen, damit keine Krankheitserreger im Boden bleiben.

Wurzel- und Stängelprobleme

Nicht bei jedem Problem mit Zucchini steckt ein Pilz an den Blättern dahinter. Wurzel- und Stängelprobleme entstehen oft durch falsches Gießen oder ungeeigneten Boden.

Typische Hinweise auf Wurzelprobleme:

  • Die Pflanze lässt die Blätter hängen, obwohl der Boden feucht ist.
  • Das Wachstum stagniert.
  • Der Stängel wird an der Bodenoberfläche dunkel, weich oder eingefallen.

Solche Probleme entstehen besonders häufig in dauerhaft nasser, schlecht durchlüfteter Erde, in der die Wurzeln zu wenig Sauerstoff bekommen. Mehr Gießen hilft hier selten. Stattdessen sollte die Wasserversorgung angepasst und der Boden besser drainiert werden. Es kann auch helfen, rund um den Stängel einen kleinen Erdwall aufzuhäufen, damit Feuchtigkeit von der Pflanzenbasis ferngehalten wird.

Schädlinge an Zucchini

Schädlinge sind keine Krankheiten im engeren Sinne, können aber die Pflanze schwächen und anfälliger für Pilze und Viren machen. Am häufigsten treten auf Zucchini Blattläuse, Spinnmilben und Schnecken als zucchini schädlinge auf.

Blattläuse an Zucchini

Blattläuse sind kleine grüne, schwarze oder gelbliche Insekten, die sich gerne an frischen Triebspitzen und unter den Blättern sammeln. Sie saugen Pflanzensaft und hinterlassen klebrigen Honigtau, der wiederum Pilze und Ameisen anzieht. Starker Befall kann die Pflanze schwächen, und – wie oben erwähnt – Blattläuse übertragen auch den Mosaikvirus.

So wirst du Blattläuse wieder los:

  • Dusche sie kräftig mit Wasser von der Pflanze ab.
  • Entferne sie mit einem feuchten Tuch an besonders befallenen Stellen.
  • Locke Marienkäfer und Schwebfliegen an, indem du Blüten wie Ringelblume und Borretsch in der Nähe pflanzt.
  • Bei starkem Befall können unsere Insektenfrei-Produkte helfen.

Spinnmilben

Spinnmilben sind sehr klein und werden meist erst bemerkt, wenn sie feine Gespinste zwischen oder an der Blattunterseite gebildet haben. Blätter bekommen dann viele kleine helle Punkte und erscheinen allmählich gelb-grau und trocken. Besonders im warmen, trockenen Gewächshaus vermehren sich Spinnmilben rasch.

Erhöhe die Luftfeuchtigkeit, indem du die Pflanzen immer wieder mit Wasser besprühst, und entferne stark befallene Blätter. Bei starkem Befall können auch Produkte aus der Rubrik Insektenfrei helfen.

Schnecken

Frisch gepflanzte Zucchini werden besonders gerne in feuchten Nächten von Schnecken angeknabbert – manchmal sind über Nacht gleich mehrere Pflanzen verschwunden. Schnecken hinterlassen typische Löcher in den Blättern und silbrige Schleimspuren.

  • Sammle Schnecken abends oder früh morgens ab.
  • Setze in der feuchten Saison unsere Schneckenfallen ein.
  • Halte das Beet frei von Unrat, Brettern und anderen Versteckmöglichkeiten.

Wenn Früchte faulen oder abfallen

Ein Problem, das leicht mit einer Krankheit verwechselt wird: Die Pflanzen blühen prächtig, aber die kleinen Zucchini vergilben und faulen ab, bevor sie weiterwachsen. Dies liegt meist an fehlender Bestäubung, nicht an einer Krankheit.

Zucchini bildet sowohl männliche als auch weibliche Blüten an einer Pflanze. Die Befruchtung übernehmen normalerweise Bienen, die Pollen von den männlichen zu den weiblichen Blüten bringen. Steht die Pflanze alleine, oder die Türen des Gewächshauses bleiben geschlossen, bleibt die Bestäubung oft aus. In diesem Fall kann per Hand nachgeholfen werden: Streiche mit einem weichen Pinsel Pollen von der männlichen auf die weibliche Blüte.

Weiche, dunkel verfärbte Stellen am Fruchtende, an dem die Blüten saßen, werden oft als Blütenendfäule bezeichnet. Das ist selten ein Pilz, sondern fast immer eine physiologische Störung, meist verursacht durch ungleichmäßige Wasserversorgung, wodurch die Frucht nicht genug Kalzium aufnehmen kann. Am besten beugst du vor, indem du gleichmäßig und maßvoll gießt und keinen Stickstoffüberhang von der Düngung verursachst.

Wie kann man zucchini krankheiten vorbeugen?

Am zuverlässigsten lassen sich zucchini krankheiten durch vorbeugende Maßnahmen während der gesamten Saison vermeiden. Wichtig sind vor allem diese Punkte:

  • Genügend Abstand und Luft zwischen den Pflanzen.
  • Gleichmäßiges Gießen, möglichst morgens und direkt an die Wurzeln.
  • Verblühte, gelbe oder geschwächte Blätter laufend entfernen.
  • Kletternde Sorten hochbinden, damit die Blätter nicht zu dicht aufeinander liegen.
  • Ausgewogene Düngung, keinen Stickstoffüberschuss.
  • Fruchtwechsel: Zucchini und andere Kürbisgewächse nicht mehrere Jahre hintereinander auf demselben Beet anbauen.

Weiche, stark gedüngte Pflanzen sind häufig anfälliger für Pilzkrankheiten und schädlinge an zucchini.

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