Steppenkerze
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Was ist die Steppenkerze?
Die steppenkerze (Eremurus), auch als Steppenlilie oder Steppenlicht bekannt, ist eine ausdauernde Staude, die aus einer charakteristischen Wurzelknolle wächst und ursprünglich aus den trockenen, offenen Regionen Zentralasiens stammt. Dort findet man sie vor allem auf Steppen und in bergigen Gegenden mit gut durchlässigem Boden und viel Sonne.
Diese eindrucksvolle Pflanze fällt besonders durch ihre markante, aufrechte Blüte auf. Aus einer niedrigen Blattrosette schiebt sich ein hoher Blütenstängel empor, der – je nach Sorte – eine Wuchshöhe von meist 1 bis 2 Metern erreicht.
Die vielen kleinen Einzelblüten sitzen dicht an dicht entlang des gesamten Stängels und bilden so schlanke, lange Blütenkerzen. Obwohl die Einzelblüten klein sind, entsteht daraus eine auffallende, majestätische Blütenähre, die sich deutlich über das Beet erhebt.
Die Farbpalette reicht von Weiß und zartem Gelb über warme Orange- bis zu Rosatönen. Die Blütezeit beginnt normalerweise früh im Sommer und bildet ein imposantes Highlight im Staudenbeet.
Der botanische Name Eremurus kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Wüsten-Schwanz“ – ein Verweis auf die natürlichen Standorte und die langgezogene Blütenform. Im Deutschen wird Eremurus als steppenkerze bezeichnet, weil die schlanken Blütenstände an Kerzen erinnern und die Herkunft der Pflanze aus Steppenregionen widerspiegeln.
Warum die Steppenkerze im Garten so beliebt ist
Die steppenkerze ist bei vielen Gärtnerinnen und Gärtnern beliebt, da sie eine besondere Struktur und Höhe in das Beet bringt – etwas, das nur wenige Pflanzen erreichen.
Sie blüht meist im Juni und Juli und zieht durch ihre aufrecht wachsenden Blütenstiele viele Blicke auf sich. Besonders wenn man mehrere Exemplare zusammen pflanzt, entsteht ein ruhiges und harmonisches Bild mit großer Wirkung.
Am besten gedeiht sie an einem vollsonnigen Standort und in gut drainierter Erde. Die steppenkerze ist an trockene Bedingungen angepasst und verträgt keine schwere, dauerhaft feuchte Erde – vor allem nicht während des Winters.
Nach der Blüte zieht das Laub häufig bald ein. Es empfiehlt sich daher, sie mit Stauden zu kombinieren, die später im Jahr für Farbe sorgen – wie etwa Flammenblumen, Astern oder Fetthennen, die das Beet im Spätsommer und Herbst weiter schmücken.
Steppenlilien im Garten
Im Garten nutzt man Steppenlilien als vertikales Element, das flächige oder bodendeckende Pflanzen reizvoll durchbricht. Sie werden meist im hinteren Bereich von Beeten oder als frei stehende Gruppen platziert, damit ihre hohen Blütenkerzen optimal zur Geltung kommen.
Sehr schön wirken sie auch in Kombination mit Storchschnabel oder Frauenmantel als Unterpflanzung. Zusammen mit Ziergräsern und Strukturpflanzen wie Mannstreu entstehen spannende Kontraste zwischen lockerem und festem Pflanzenbild.
Für trockene Beete eignen sie sich auch ideal in Verbindung mit anderen trockenheitsverträglichen Stauden, die ähnliche Standortansprüche haben.
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Die steppenkerze entfaltet ihre eindrucksvollste Wirkung, wenn sie frei steht und ihre ganze Höhe zeigen darf.
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