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Rote bete vorziehen

Rote bete vorziehen

Rote Bete gehört zu den Gemüsesorten, die normalerweise keine Vorkultur benötigen. Die Samen keimen problemlos ab April direkt im Beet, und da Rote Bete eine Pfahlwurzel bildet, verträgt sie das Umpflanzen nicht besonders gut. Es gibt jedoch Situationen, in denen es durchaus Sinn macht, Rote Bete vorzuziehen.

In dieser Anleitung erfährst du, wann es sinnvoll ist, Rote Bete vorzuziehen, und wie du dabei vorgehst, ohne das Wurzelsystem zu schädigen.

Sollte man Rote Bete vorziehen?

In den allermeisten Fällen lautet die Antwort nein. Rote-Bete-Samen keimen bereits ab 7–8 °C Bodentemperatur, und die Direktsaat ins Freiland ist oft der einfachste Weg zu kräftigen Knollen. Die Pfahlwurzel der Roten Bete reagiert empfindlich auf Störungen, und das spätere Umpflanzen kann zu verbogenen oder mehrfach verzweigten Wurzeln führen.

Es kann aber sinnvoll sein, Rote Bete vorzuziehen, wenn:

  • du besonders früh frische Babyrüben ernten möchtest
  • du in einer Region mit spätem Frühling oder schwerem, kaltem Boden lebst
  • du verhindern möchtest, dass die Samen im Beet von Schnecken, Vögeln oder Mäusen gefressen werden
  • du wenig Platz hast und möglichst gleichmäßige Jungpflanzen für die Auspflanzung vorziehen willst

Für eine besonders frühe Ernte kannst du Rote Bete schon ab März in Vorkultur aussäen, sodass die Pflanzen ab April ins Beet kommen. Beachte dabei: Rote Bete und Mangold sind botanisch verwandt und können bei Kältereiz nach der Keimung zum Schossen neigen.

So gelingt die Vorkultur von Roter Bete

Das Rote Bete Vorziehen ist recht unkompliziert, erfordert aber ein wenig Aufmerksamkeit bezüglich des Wurzelsystems. Verwende am besten Aussaattöpfe oder sogenannte Paperpots, die du vollständig mit in die Erde pflanzen kannst. Das schützt die Pfahlwurzel vor Umpflanzschäden und sorgt für möglichst einheitliche Pflanzen. Alles nötige Zubehör zur Vorkultur findest du auch in unserer Auswahl an Vorkultur-Hilfsmitteln.

  1. Befülle die Töpfe mit feuchter Aussaaterde
  2. Lege in jeden Topf ein Samenkorn etwa 1–2 cm tief hinein
  3. Bedecke das Saatgut leicht mit Erde und gieße vorsichtig an
  4. Stelle die Töpfe an einen hellen Ort bei 15–20 °C, damit die Samen gleichmäßig keimen
  5. Halte die Erde während der gesamten Keimphase gleichmäßig leicht feucht, aber nicht nass

Die Keimlinge erscheinen in der Regel nach 10 bis 14 Tagen. Jedes Rote-Bete-Samens ist ein kleines Knäuel, in dem meist 2–4 Einzelkörner stecken: Daher keimen häufig mehrere Jungpflanzen im selben Topf. Schneide die schwächeren Triebe vorsichtig mit einer kleinen Schere ab, sodass nur die kräftigste Pflanze übrig bleibt. Reiße sie nicht heraus – das könnte die Wurzel der verbleibenden Pflanze beschädigen.

Stelle die jungen Pflanzen anschließend so hell wie möglich – idealerweise auf eine Südfensterbank oder unter ein Pflanzenlicht. Bei Lichtmangel wachsen die Jungpflanzen schnell dünn und vergeilen.

Von der Vorkultur ins Beet

Die Pflanzen sind bereit zum Auspflanzen, sobald sie 2–3 echte Blätter gebildet haben und das Wurzelwerk den Topf gut durchwurzelt. Meist dauert es 3–4 Wochen vom Rote Bete Vorziehen bis zur Auspflanzung.

Setze deine Jungpflanzen erst dann ins Beet, wenn keine strengen Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Bodentemperatur dauerhaft über 7–8 °C liegt. Rote Bete kann zwar leichten Frost gut ab, doch starke Kälteschocks direkt nach der Auspflanzung führen nicht selten zum Schossen (die Pflanze bildet Blüten statt Knollen).

Eine Abhärtung empfiehlt sich zudem: Stelle die Pflanzen eine knappe Woche tagsüber geschützt nach draußen und hole sie nachts wieder herein. So gewöhnst du sie schrittweise an Sonne, Wind und kühlere Temperaturen – und beugst einem Wachstumsschock nach dem Auspflanzen vor.

Pflanze die Jungpflanzen anschließend mit 8–10 cm Abstand in der Reihe und 25–30 cm zwischen den Reihen aus. Nach dem Auspflanzen gut angießen, damit die Pfahlwurzel schnell in die neue Erde einwächst. Wenn du Paperpots oder kompostierbare Töpfe nutzt, kannst du sie einfach mit einpflanzen – so bleibt das Wurzelsystem komplett ungestört.

Mehr rund um die Aussaat und Pflege rund um Rote Bete findest du in unserem ausführlichen Beitrag zur Aussaat von Roter Bete.

Rote Bete weiter pflegen

Die Vorkultur ist nur der Anfang: Nach dem Auspflanzen solltest du auf eine regelmäßige Bewässerung der Roten Bete und eine angepasste Düngung der Roten Bete achten, damit deine Pflanzen gesund wachsen und du knackig-milde Knollen erntest.

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Und falls du noch neue Samen für die nächste Saison brauchst, findest du hier einige köstliche und biosamen Rote-Bete-Samen von Blomea.

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