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Spinat gießen

Spinat gießen - Blomea.at

Wasser ist einer der entscheidenden Faktoren für Geschmack und Erfolg beim Spinat-Anbau. Bekommt die Pflanze zu wenig, werden die Blätter zäh und bitter und die Spinatpflanzen schießen frühzeitig. Bei zu viel Wasser stehen die Wurzeln dauerhaft nass, was zu Fäulnis führen kann – das Risiko für Pilzkrankheiten an Spinat steigt erheblich. Wenn Sie jedoch auf die richtige Spinat Bewässerung achten, ernten Sie über viele Wochen zarte, milde Blätter.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie oft Sie Spinat gießen sollten, wann der beste Zeitpunkt dafür ist und woran Sie Wasserstress bei den Pflanzen erkennen.

Wie viel Wasser braucht Spinat?

Spinat bildet eine kurze Pfahlwurzel und kann daher nur Wasser aus den obersten 10-15 cm des Bodens aufnehmen. Das heißt: Die Erde sollte dort gleichmäßig leicht feucht gehalten werden. Das regelmäßige Spinat gießen ist deshalb wichtig – besonders in den ersten Wochen nach der Aussaat und während heißer Witterung.

  • Im Freiland bei gemäßigtem Wetter: Zwei- bis dreimal pro Woche wässern, damit die Erde dauerhaft leicht feucht bleibt.
  • An heißen Sommertagen: Täglich, gegebenenfalls morgens und abends gießen.
  • Im Gewächshaus und in Töpfen: Ebenfalls täglich, da hier das Substrat rascher austrocknet.
  • Im Herbst und an kühlen Tagen: Seltener wässern. Prüfen Sie die Erde mit dem Finger, bevor Sie zur Gießkanne greifen.

Der Boden sollte eindeutig feucht, aber nie klatschnass sein. Als Faustregel gilt: Stecken Sie einen Finger etwa 2-3 cm tief in die Erde. Ist sie dort trocken, ist es Zeit zu wässern. Wenn Ihnen das schwerfällt, hilft ein Bodenfeuchtemesser bei der Einschätzung.

Wann ist die beste Zeit, um Spinat zu gießen?

Am besten gießen Sie Spinat morgens. So steht der Pflanze den ganzen Tag genug Wasser zur Verfügung und das Laub kann vor der Nacht abtrocknen. Gießen am Abend klappt ebenfalls, doch vermeiden Sie es, die Blätter spät bei kühlem Wetter nass zu machen – feuchtes Laub über Nacht begünstigt Pilzkrankheiten.

Mittags verdunstet das Wasser sehr schnell, außerdem können in praller Sonne Blattschäden durch Verbrennungen entstehen. Daher ist das Gießen zu dieser Tageszeit meist nicht ratsam.

Spinat Bewässerung im Gewächshaus und in Töpfen

Bauen Sie Spinat im Gewächshaus an, sollten Sie besonders aufmerksam sein: Hier herrschen oft höhere Temperaturen, der Boden trocknet schneller aus und Regen hilft nicht mit. Für gute Belüftung sorgen, damit die Luftfeuchtigkeit nicht zu stark ansteigt – sonst droht Mehltau.

Auch Töpfe und Balkonkästen erfordern eine besonders sorgfältige Spinat Bewässerung, denn das Erdvolumen ist gering und trocknet schnell aus. Prüfen Sie täglich, besonders während Hitzeperioden. Tontöpfe geben Feuchtigkeit rascher ab als Kunststoffkübel. Mit einer passenden Gießkanne mit feinem Brauseaufsatz können Sie den Spinat gezielt gießen, ohne Erde wegzuschwemmen.

Anzeichen für zu wenig oder zu viel Wasser

Zu wenig Wasser:

  • Schlappe, hängende Blätter – besonders in der Tagesmitte.
  • Die Blätter werden dunkel, fest und schmecken bitter.
  • Frühes Schossen (Bildung des Blütenstängels).

Zu viel Wasser:

  • Gelbliche Blätter, kümmerliches Wachstum.
  • Faulende Wurzeln, trotz nasser Erde welkende Pflanze.
  • Vermehrtes Auftreten von Pilzkrankheiten.

Spinat schießt (bildet also einen Blütenstängel), sobald er gestresst ist – vor allem durch Trockenheit oder hohe Temperaturen. Gleichmäßiges Spinat gießen hält die Pflanzen länger erntefähig und wirkt dem entgegen, doch lässt sich das Schossen bei langer Tageslänge und starker Sonne nie ganz vermeiden. Deshalb säen viele Hobbygärtner in mehreren Etappen und legen die Haupternte in Frühling und Herbst.

Wer viel wässert, spült dabei zwangsläufig Nährstoffe aus dem Boden. Deshalb sollten Spinat gießen und Düngen immer sinnvoll aufeinander abgestimmt werden, damit die Pflanzen nicht mitten im Wachstum an Nährstoffmangel leiden.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Spinat düngen.

Weitere Tipps und Inspiration

Die richtige Spinat Bewässerung ist wichtig, doch es gibt noch weitere Faktoren, die zu einer reichen und schmackhaften Ernte beitragen.

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