Spinat zählt zu den Gemüsesorten, bei denen man eigentlich nicht unbedingt vorziehen muss. Die Samen keimen schon ab 4 °C und lassen sich wunderbar direkt ins Beet säen, sobald der Boden frostfrei ist. Es gibt jedoch gute Gründe, spinat vorziehen trotzdem einmal auszuprobieren – zum Beispiel, wenn Sie besonders früh ernten möchten, keinen Garten haben und in der Wohnung oder auf dem Balkon anbauen wollen, oder wenn Sie in der kalten Jahreszeit frischen Spinat direkt auf der Fensterbank ziehen möchten.
In dieser Anleitung erfahren Sie, wann das spinat vorziehen sinnvoll ist und wie Sie dabei am besten vorgehen.
Sollte man Spinat überhaupt vorziehen?
In den meisten Fällen lautet die Antwort: nein. Spinat bildet eine kurze Pfahlwurzel, die Störungen nicht gut verträgt – deshalb ist die Direktsaat ins Freiland oft der einfachste und zuverlässigste Weg.
Das Vorziehen von Spinat kann sich aber lohnen, wenn:
- Sie schon einige Wochen früher frische Blätter ernten möchten als üblich.
- Sie gern auf der Fensterbank oder im Balkonkasten gärtnern.
- Sie in einer Region leben, in der das Frühjahr spät beginnt oder der Boden lange kalt und schwer bleibt.
- Sie auf Nummer sicher gehen wollen und verhindern möchten, dass Schnecken oder Vögel die Samen wegfressen.
Zum ganzjährigen Anbau drinnen können Sie Spinat jederzeit aussäen – wichtig ist, dass Ihre Pflanzen genug Licht bekommen. Ein sonniges Südfenster oder ein gutes Pflanzenlicht sind in den dunklen Monaten unverzichtbar.
So gelingt das spinat vorziehen
Spinat vorziehen ist unkompliziert – nehmen Sie dafür am besten Aussaattöpfe, die man später direkt auspflanzen kann. So vermeiden Sie, dass die empfindliche Pfahlwurzel beim Umtopfen beschädigt wird, und beugen einem schnellen Schossen vor. Alles nötige Zubehör finden Sie in unserem Sortiment für Vorziehen und Anzucht.
- Füllen Sie die Töpfe mit lockerer Anzuchterde.
- Geben Sie 2–3 Samen jeweils etwa 1,5 cm tief in jeden Topf.
- Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und gießen mit feinem Wasserstrahl an.
- Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Ort bei 10–18 °C. Zu hohe Temperaturen bitte vermeiden, da Spinat bei Wärme schlechter keimt.
- Die Erde sollte stets leicht feucht, aber nie nass sein.
Die Keimlinge zeigen sich in der Regel nach 5–10 Tagen. Sobald sie auflaufen, lassen Sie pro Topf nur den kräftigsten Sämling stehen – so hat die Jungpflanze genügend Platz.
Vom Vorziehen auf's Beet
Haben Ihre vorgezogenen Spinatpflanzen drei bis vier Blätter gebildet und steigen die Tagestemperaturen dauerhaft über 5 °C, dürfen sie ins Freiland umziehen. Gewöhnen Sie sie am besten schrittweise daran, indem Sie die Töpfe an mehreren Tagen jeweils für einige Stunden ins Freie stellen – so gewöhnen sie sich an Wind, Sonne und kühle Nächte.
Pflanzen Sie die Spinat-Setzlinge anschließend im Abstand von 10–15 cm in lockere, gerne leicht kompostversetzte Erde und gießen Sie gründlich an. Nun heißt es: regelmäßig pflegen und gut auf Ihre Spinatpflanzen achten.
Ausführliche Tipps dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Spinat säen und anbauen.
Spinatpflege nach dem Vorziehen
Mit dem spinat vorziehen ist der erste Schritt gemacht. Jetzt geht es darum, Ihre Pflänzchen richtig zu gießen, optimal zu platzieren und zu pflegen, damit Sie kräftigen und aromatischen Spinat ernten.
Weitere spannende Informationen rund um Spinat finden Sie in diesen Anleitungen:
- Spinat richtig gießen
- Spinat düngen
- Spinat: Krankheiten und Schädlinge
- Spinat lagern und aufbewahren
Falls Sie noch auf der Suche nach Saatgut sind, finden Sie eine große Auswahl an Spinat Samen, die sich sowohl für den Anbau im Gewächshaus als auch im Beet eignen.
