Mais vorziehen gelingt am besten ab Mitte April. Gib 1–2 Samen in tiefe Anzuchttöpfe, stelle sie hell bei 18–22 °C und pflanze sie etwa Mitte Mai ins Beet, wenn die Bodentemperatur draußen bei 15 °C liegt. Damit verschaffst du deinen Pflanzen einen Vorsprung von mehreren Wochen und sicherst dir eine bessere Ernte.
In dieser Anleitung erfährst du, wann es sinnvoll ist, Mais vorzuziehen und wie du dabei Schritt für Schritt vorgehst.
Warum sollte man Mais vorziehen?
Für viele Hobbygärtner macht es absolut Sinn. Mais hat mit 2,5–3 Monaten eine recht lange Wachstumszeit, und das Vorziehen von Mais in der Wohnung oder im Gewächshaus hilft dabei, dass die Pflanzen rechtzeitig ausreifen, bevor im Herbst die Temperaturen fallen. Mais vorziehen ist vor allem dann empfehlenswert, wenn:
- du auch in einem kühlen Sommer auf eine sichere Ernte setzen willst.
- du in einer Region mit spätem Frühling oder schwerem, kaltem Boden wohnst.
- du verhindern möchtest, dass Samen von Vögeln, Schnecken oder Mäusen im Beet gefressen werden.
- du deine Jungpflanzen gerne in einem geschlossenen Block auspflanzen möchtest, damit alle Pflanzen gleichzeitig bestäubt werden.
Allerdings entwickelt Mais ein feines, empfindliches Wurzelsystem, das leicht verletzt wird, wenn du die Pflanze aus einem normalen Topf herausreißt. Beschädigte Wurzeln führen meist zu Wachstumspausen, die die Ernte um mehrere Wochen verzögern können. Deshalb solltest du tiefe Töpfe oder biologisch abbaubare Anzuchttöpfe wählen, die du später direkt ins Beet pflanzen kannst. So werden die Wurzeln beim Umsetzen überhaupt nicht gestört.
So gelingt das Mais vorziehen – Schritt für Schritt
Mais vorziehen ist unkompliziert, wenn du die richtigen Materialien hast. Alles, was du brauchst, findest du in unserem Sortiment an Zubehör für das Vorziehen.
Lege die Samen am besten 12–24 Stunden vor der Aussaat in lauwarmes Wasser ein, damit sie schneller keimen.
- Fülle die Töpfe mit lockerer Anzuchterde.
- Gib 1–2 Samen etwa 2–3 cm tief in jeden Topf.
- Bedecke die Samen leicht mit Erde und gieße vorsichtig mit feinem Strahl.
- Stelle die Töpfe an einen hellen Platz bei 18–22 °C. Mais keimt am besten, wenn es warm ist.
- Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass.
Die ersten Keimlinge erscheinen meist nach 7–10 Tagen. Lasse pro Topf nur die kräftigste Pflanze stehen, sobald sich die Keimlinge zeigen. Stehen sie hell, wachsen sie rasch heran und sind nach etwa drei Wochen bereit für die Auspflanzung.
Vom Vorziehen ins Beet
Sind deine vorgezogenen Maispflanzen 10–15 cm hoch und liegt die Bodentemperatur draußen bei mindestens 15 °C, kannst du sie auspflanzen – meist ab Mitte Mai. Härte die Pflanzen vorher ab, indem du die Töpfe ein paar Tage lang stundenweise ins Freie stellst. So gewöhnen sich die Pflanzen an Wind, Sonne und kühlere Nächte.
Pflanze die Jungpflanzen anschließend im Quadrat aus, mit 20 cm Abstand zwischen den Pflanzen und 75 cm zwischen den Reihen. Wichtig ist, mindestens 4 × 4 Pflanzen zu setzen, denn so gelingt die Windbestäubung am besten, sobald die Maispflanzen blühen. Gieße nach dem Auspflanzen gründlich an und halte die Erde in den ersten Wochen gleichmäßig feucht, bis die Wurzeln fest angewachsen sind.
Mehr Tipps zum Anbau und zur Pflege findest du in unserer Anleitung zur Aussaat von Mais.
Mais richtig pflegen – darauf kommt es an
Mais vorziehen ist nur der Anfang. Nach dem Auspflanzen deiner Jungpflanzen kommt es vor allem auf ausreichende Bewässerung, Nährstoffversorgung und eine erfolgreiche Bestäubung an, damit du zur Erntezeit pralle, knackige Kolben erhältst.
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