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Bohnen düngen

Bohnen düngen - Blomea.at

Bohnen gehören zu den wenigen Gemüsesorten im Garten, die mit sehr wenig Dünger auskommen. Die Pflanzen leben in Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln, die Stickstoff aus der Luft binden und so einen Großteil der nötigen Nährstoffe selbst erzeugen. Daher ist das Thema bohnen düngen etwas Besonderes.

Das bedeutet: Bohnen düngen erfordert in erster Linie Zurückhaltung. Auf dieser Seite zeige ich dir, wann, wie und ob zusätzliche Nährstoffe Sinn machen und welche Ausnahmen es gibt.

Warum Bohnen nur wenig Dünger brauchen

An den Wurzeln der Bohnen sitzen kleine Knöllchen. In diesen wandeln Bakterien den Luftstickstoff in eine für die Pflanze verfügbare Form um. Deshalb gelten Bohnen auch als Bodenverbesserer in der Fruchtfolge.

Gibst du trotzdem reichlich stickstoffhaltigen Dünger für Bohnen, passiert Folgendes: Die Pflanzen stecken viel Energie ins Blattwachstum statt in die Blütenbildung. Das Resultat sind zwar schöne grüne Blätter, aber wenig Schoten. Die Blätter werden außerdem weich und sind anfälliger für Blattläuse oder Pilzkrankheiten.

So bereitest du den Boden vor der Aussaat vor

Das Wichtigste beim bohnen düngen passiert schon vor der Aussaat. Bohnen mögen lockere, humusreiche Erde, die nicht verdichtet oder zu lehmig ist.

  • Arbeite eine moderate Menge Kompost in die obersten 20 cm ein – etwa 2–3 cm als Schicht.
  • Verzichte auf frischen Stallmist, da dieser einen starken Stickstoffstoß liefert.
  • Ist der Gartenboden sehr sandig und nährstoffarm, kannst du einige Wochen vor der Aussaat etwas organischen Dünger einarbeiten.

Hat das Beet bereits im Vorjahr Kompost bekommen, musst du in der Regel gar nichts mehr zusätzlich düngen.

Wann braucht es doch einen Nachschub?

In drei Situationen profitieren Bohnen von einem zusätzlichen Nährstoffschub während der Saison:

  • Im Topf und Blumenkasten: Hier ist das Erdvolumen begrenzt und Nährstoffe werden beim Gießen schnell ausgewaschen. Deshalb solltest du Bohnen im Topf düngen, indem du alle zwei bis drei Wochen ab Blühbeginn die halbe Dosis Flüssigdünger gibst.
  • Bei sehr sandigem Boden: Sandböden halten Nährstoffe schlecht. Ein einmaliger Nachschub während der Blütezeit kann helfen.
  • Bei erkennbaren Mangelerscheinungen: Wenn die unteren Blätter gleichmäßig hellgelb werden – bei ausreichend feuchtem Boden –, fehlt der Pflanze vermutlich Nahrung.

Wähle in diesen Fällen einen Dünger für Bohnen mit wenig Bohnen Stickstoff und mehr Kalium – Kalium fördert Blüten und Schoten. Auch ein ausgewogener Gartendünger in Maßen reicht oft aus. Worauf du beim bohnen düngen womit achten solltest: Nicht zu viel Stickstoff, lieber auf Kalium und moderate Nährstoffgaben setzen.

Die Wurzeln hinterlassen – für mehr Fruchtbarkeit

Nach der Saison solltest du Bohnenpflanzen am Boden abschneiden statt sie auszureißen. So bleibt das Wurzelnetz mit den Knöllchen voller Stickstoff im Beet und wird über den Winter zersetzt. Die Nährstoffe stehen dann der nächsten Kultur zur Verfügung.

Das ist eine einfache Art, den Boden nachhaltig zu verbessern – einer der Gründe, warum Bohnen ein wichtiger Bestandteil der Fruchtfolge sind. Im Folgejahr kannst du im selben Beet gut anspruchsvolle Kulturen wie Kohl oder Kürbis anbauen.

Mehr Tipps zum Anbauen und Pflegen von Bohnen findest du in unserer Anleitung zum Bohnenanbau hier.

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