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Bohnen hochbinden

Bohnen hochbinden - Blomea.at

Sollten Bohnen angebunden werden? Das hängt tatsächlich von der Sorte ab. Buschbohnen und Edamame-Bohnen bleiben niedrig und kommen meist ohne Stütze aus, während Stangenbohnen und Prunkbohnen hoch hinauswachsen und von Anfang an ein stabiles Gerüst benötigen. So eine bohnenstange sorgt für sicheren Halt.

Hier erfährst du, welche Bohnenarten Unterstützung brauchen, welche Rankhilfen sich bewährt haben, und wie du die Bohnen hochbinden kannst, ohne die Pflanzen zu beschädigen.

Welche Bohnen brauchen eine Rankhilfe?

Bohnen lassen sich klar in zwei Gruppen einteilen – und das Hochbinden ist nur bei der einen wirklich notwendig.

  • Mit Rankhilfe: Stangenbohnen und Prunkbohnen benötigen immer eine Rankhilfe bohnen. Diese Bohnen winden sich um alles Vertikale, was sie greifen können, und ohne bohnengerüst fallen sie schnell als wirrer Haufen auf den Boden.
  • Ohne Rankhilfe: Buschbohnen und Edamame-Bohnen benötigen keine Stütze. Sie wachsen kompakt und tragen ihre Hülsen dicht am Stängel.
  • Manchmal hilfreich: Dicke Bohnen (Ackerbohnen) stehen dank kräftigem Stängel meist stabil. Bei sehr hohen Sorten oder windigen Standorten ist jedoch etwas Unterstützung sinnvoll, sobald die Hülsen schwer werden.

Mehr Infos zu den einzelnen Bohnensorten findest du in unseren Anbau-Guides:

Welches Gerüst ist das richtige?

Stangenbohnen wachsen oft 2 bis 3 Meter hoch und bringen erstaunlich viel Gewicht auf die Bohnenstangen, wenn sie voll belaubt sind und die Hülsen hängen. Dein bohnengerüst muss daher Wind und Wetter eine ganze Saison lang standhalten.

  • Pyramide oder Tipi: Fünf bis sechs lange Stangen oben zusammengebunden, bilden ein stabiles, frei stehendes Gerüst – ideal für kleinere Beete.
  • Zweireihe mit Querstange: Zwei schräge Stangenreihen, die sich oben an einer waagerechten Stange treffen. Die solideste Lösung für längere Bohnenreihen.
  • Rankgitter oder Schnur an der Wand: Funktioniert gut an einer südlich ausgerichteten Mauer oder Zaun, wo Wärme die Pflanzen zusätzlich fördert.

Du findest passende Pflanzstäbe, Rankgitter und Juteschnur zum Bohnen hochbinden in unserem Sortiment an Pflanzenstützen für den Gemüseanbau.

So bindest du Bohnen optimal hoch

Mein wichtigster Tipp: Bau das Gerüst unbedingt auf, bevor du die bohnenstange aussäst. Bohnen haben feine Wurzeln, die dicht unter der Oberfläche verlaufen – steckst du nach der Saat noch einen Stab in den Boden, verletzt du schnell die Keimlinge.

  1. Setze die Bohnenstangen mindestens 30 cm tief in die Erde, damit sie im Wind sicher stehen.
  2. Verbinde die Stangen oben mit Bindedraht oder kräftiger Schnur.
  3. Säe vier bis sechs Bohnensamen um die Stangen herum, etwa einen Samen pro Stange und rund 2–3 cm tief.
  4. Leite die ersten Triebe behutsam zur Stange, sobald die Pflanzen 15–20 cm hoch sind.
  5. Binde nur locker an, falls die Pflanze den Stab noch nicht selbst erfassen kann – das Band soll sich mit dem Finger leicht versetzen lassen.

Stangenbohnen drehen ihre Ranken übrigens immer in dieselbe Richtung. Versuchst du, einen Trieb anders herum zu winden, wird er sich nicht festhalten. Folge also der natürlichen Wuchsrichtung deiner Pflanze.

Warum Rankhilfen das Bohnenwachstum fördern

Eine angebundene Stangenbohne bekommt über die gesamte Ranke Licht – das sorgt für mehr Blüten und höhere Erträge. Außerdem kommt Luft besser zwischen die Blätter, was das Risiko für Pilzkrankheiten in feuchten Sommern deutlich senkt.

Die Hülsen hängen frei, liegen nicht im nassen Boden, werden kaum von Schnecken angeknabbert und sind bei der Ernte auf einen Blick zu finden – ein klarer Vorteil, wenn alle paar Tage geerntet werden muss. Wann du die Bohnen pflücken kannst, erfährst du in unserem Ratgeber zur Bohnenernte.

Mehr Tipps zum erfolgreichen Bohnenanbau findest du in unseren weiteren Anleitungen:

Suchst du noch Samen für die neue Saison? Entdecke unser Angebot an biosamen für Bohnen bei Blomea.

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