Feuerbohnen sind eine Bohnensorte, die nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch mit ihren prächtigen Blüten alle Blicke im Garten auf sich zieht. Ihre kräftigen Ranken schlingen sich an einer Rankhilfe zwei bis vier Meter in die Höhe und beeindrucken vom Juni bis zum ersten Frost mit üppigen, auffälligen Blütenständen.
Gerade die feurige feuerbohnen Blüte ist es, die sofort ins Auge fällt – meist leuchtend rot, manchmal aber auch weiß oder rot-weiß gemustert. Die großen Blüten erscheinen in Dolden, locken den ganzen Sommer über zahlreiche Bienen und Hummeln an und lassen sich sogar als essbare Dekoration für Salate verwenden.
Die Hülsen der Feuerbohne sind breiter, etwas rauer und meist länger als die gewöhnlicher Bohnen. Als junge Schoten werden sie am liebsten als Schnittbohnen gegessen.
Auf dieser Seite findest du hilfreiche Tipps zum feuerbohnen anbauen und zur richtigen Pflege. Falls du auch Interesse an anderen Bohnensorten hast, findest du in unserem großen Ratgeber zur Bohnenkultur hier viele weitere Informationen.
Aussaat von Feuerbohnen
Feuerbohnen samen sind recht groß und auffällig, oft schwarz und violett marmoriert. Sie sind etwas wärmebedürftiger als zum Beispiel Stangenbohnen. Damit die Aussaat im Freiland gelingt, sollte der Boden konstant 13-15 °C warm sein.
Hier eine kurze Anleitung zur Aussaat:
- Lege die Samen bei Bedarf bis zu acht Stunden in lauwarmes Wasser ein – länger nicht, sonst könnten sie faulen.
- Vorkultur ab Anfang Mai in kompostierbaren Anzuchtschalen oder je nach Klima ab Anfang Juni direkt im Beet aussäen.
- Die feuerbohnen samen 2-3 cm tief setzen.
- Entlang der Rankhilfe 20-25 cm Abstand einhalten oder vier bis sechs Pflanzen kreisförmig um eine Bohnenpyramide setzen.
- Nach dem Säen vorsichtig angießen und die Erde gleichmäßig feucht halten, bis die Keimlinge sichtbar werden.
Mehr Details zu Pflanzabständen findest du auf unserer Seite über Abstandsregeln bei Bohnen. Da Bohnen empfindliche Wurzeln besitzen und das Umpflanzen schlecht vertragen, empfiehlt sich immer ein Topf, der direkt ins Beet gesetzt werden kann.
Eine stabile Rankhilfe ist ein Muss
Feuerbohnen wachsen nicht nur hoch, sondern entwickeln auch eine kräftigere Blattmasse als viele andere Bohnenarten – dadurch werden sie entsprechend schwer.
Verwende deshalb stabile Stäbe mit mindestens zwei Metern Überstand aus dem Boden. Diese solltest du 30-40 cm tief eingraben. Eine Pyramide aus fünf bis sechs Stangen ergibt eine standfeste und besonders dekorative Rankhilfe. Da die Pflanzen üppig und farbenfroh blühen, eignet sie sich wunderbar als sommerlicher Blickfang mitten im Garten oder als grüner Sichtschutz zur Terrasse.
Stelle die feuerbohnen rankhilfe schon vor der Aussaat auf, damit die empfindlichen Wurzeln später nicht beschädigt werden. Weitere Tipps findest du in unserem Beitrag zum Bohnen anbinden hier.
Richtige Pflege für Feuerbohnen
Feuerbohnen mögen es konstant feucht. Wird der Boden während der Blütezeit zu trocken, setzen die Blüten keine Hülsen an – das ist einer der häufigsten Gründe für eine magere Ernte. Eine Mulchschicht aus Kompost um die Pflanzen hält die Feuchtigkeit im Boden, gerade in den heißesten Wochen.
Dünger benötigen sie meist kaum, denn wie alle Bohnen reichern sie Stickstoff aus der Luft selbst an. Wenn die Ranken die Spitze der Rankhilfe erreichen, kannst du die Triebe entspitzen. So fließt die Energie in die Hülsenbildung und nicht in weiteres Wachstum.
Mehr über die richtige Bewässerung und Versorgung der Feuerbohnen liest du in unseren ausführlichen Ratgebern zu Bohnen gießen hier und Düngen von Bohnen.
Feuerbohnen ernten
Die ersten Schoten kannst du etwa sechs bis acht Wochen nach der Aussaat ernten. Ernte sie am besten noch jung und zart – also bei 10-15 cm Länge. Später werden sie schnell faserig und zäh; dann eignen sie sich eher zum Trocknen.
Pflücke alle drei bis fünf Tage bis in den Spätsommer hinein. Je regelmäßiger du erntest, desto länger bleibt die Pflanze blühfreudig und bildet laufend neue Schoten. Wie eine reife Bohnenhülse aussieht, erfährst du in unserem Beitrag zur Bohnenernte hier.
Lässt du die letzten Hülsen an der Pflanze vollständig ausreifen und trocknen, kannst du die großen, marmorierten Bohnen als Saatgut fürs nächste Jahr gewinnen – oder sie für die Küche nutzen.
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