Frischer Brokkoli bleibt im Kühlschrank meist bis zu sieben Tage knackig, während blanchierter und tiefgekühlter Brokkoli in der Regel acht bis zwölf Monate haltbar ist. Allerdings verliert Brokkoli seine Süße schneller als viele andere Gemüsearten – deshalb sollte er möglichst rasch nach der Ernte gekühlt werden. Wer Brokkoli richtig brokkoli lagern möchte, hat so deutlich länger Freude an Ernte oder Einkauf.
Im Folgenden stelle ich dir ein paar praxiserprobte Methoden und einfache Kniffe vor, die einen größeren Unterschied machen können, als man denkt, wenn du Brokkoli möglichst frisch halten möchtest.
Brokkoli im Kühlschrank
Nach der Ernte setzt Brokkoli weiter „Atem“ fort und verliert dadurch mit der Zeit Feuchtigkeit. Je kühler und feuchter du ihn aufbewahrst, desto länger bleibt er saftig und geschmackvoll.
- Wasche Brokkoli vor der Lagerung nicht. Feuchtigkeit am Kopf fördert Fäulnis.
- Lege ihn in einen gelochten Beutel oder wickel ihn in ein feuchtes Küchentuch und gib ihn ins Gemüsefach.
- Verwende ihn idealerweise innerhalb von drei bis sieben Tagen, solange die Röschen noch dunkelgrün sind.
Lass den Brokkoli nicht zusammen mit Äpfeln, Birnen, Tomaten oder Bananen liegen. Diese Früchte geben Ethylen ab – ein natürliches Reifegas – und Brokkoli ist dafür ziemlich empfindlich. Liegen sie zusammen, können die Röschen innerhalb weniger Tage gelb werden.
Wird der Brokkolikopf gelblich, kann er zwar noch gegessen werden, aber der Geschmack wird kräftiger und kohlartiger. Haben die Röschen angefangen aufzugehen oder ist der Stängel weich geworden, ist der Brokkoli nicht mehr genießbar.
Kann man Brokkoli einfrieren?
Auf jeden Fall – gerade bei einer großen Ernte ist das brokkoli einfrieren oft die beste Lösung. Brokkoli sollte dafür jedoch unbedingt blanchiert werden. Durch das brokkoli blanchieren werden die Enzyme deaktiviert, die sonst im Gefrierfach Farbe, Aroma und Struktur abbauen würden. Ohne dieses Schritt wird Brokkoli nach ein paar Monaten grau und holzig.
- Schneide den Kopf in ca. 3–4 cm große Röschen. Den Stängel schälen und in Scheiben schneiden – er schmeckt genauso gut!
- Lege die Röschen zehn Minuten in kaltes Salzwasser. Sollten Blattläuse drin sein, schwimmen sie jetzt auf.
- Bringe reichlich Wasser zum Kochen und blanchiere die Stücke portionsweise für drei Minuten.
- Nimm sie heraus und gib sie sofort in eiskaltes Wasser, bis sie völlig ausgekühlt sind.
- Lass sie gründlich auf einem sauberen Küchenhandtuch abtropfen – gern eine halbe Stunde lang.
- Friere sie erst einzeln auf einem Blech vor und fülle sie dann in Beutel ab, damit die Röschen nicht zu einem Klumpen zusammenfrieren.
Tiefgekühlter Brokkoli muss zum Garen nicht aufgetaut werden. Gib ihn einfach direkt in den Topf oder in die Pfanne – so bleibt er am knackigsten.
Wie sieht es mit Seitentrieben aus?
Die kleinen Seitentriebe, die du nach dem Haupternte schneidest, werden genauso aufbewahrt. Sie sind sogar noch empfindlicher, da sie im Verhältnis zur Größe mehr Oberfläche besitzen.
Verwendest du sie nicht innerhalb von zwei Tagen, ist das Einfrieren am besten. Die zarten Triebe brauchen nur zwei Minuten zum brokkoli blanchieren, da sie dünner sind als die Haupt-Röschen. Mehr zur fortlaufenden Ernte erfährst du übrigens in unserem Beitrag Brokkoli ernten.
Viele weitere Tipps zum Anbau und zur Pflege findest du im Ratgeber Brokkoli anbauen auf unserer Seite.
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