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Brokkoli krankheiten

Brokkoli krankheiten - Blomea.at

Brokkoli zählt zur Familie der Kohlgemüse, und die meisten Probleme bei den Pflanzen entstehen durch Schädlinge statt durch Krankheiten – zum Glück lassen sich fast alle mit einem feinmaschigen Netz ab dem Pflanztag wirksam vorbeugen. So gehören zum Beispiel der kohlweißling, die kohlfliege und weitere brokkoli schädlinge zu den häufigsten Störenfrieden.

Hier findest du einen Überblick darüber, welche Schädlinge und Krankheiten deinen Brokkoli befallen können, woran du sie erkennst und was tatsächlich hilft. Auch Wasser- und Nährstoffversorgung haben Einfluss, daher lohnt sich ein Blick in unsere Anleitungen zur Bewässerung von Brokkoli und zur Düngung von Brokkoli.

Kohlhernie bei Brokkoli

Kohlhernie ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit und die einzige auf dieser Liste, gegen die du nach Ausbruch praktisch nichts mehr tun kannst. Die Wurzeln deiner Brokkolipflanzen schwellen zu knolligen Gebilden an, es bilden sich unregelmäßige Verdickungen, die kein Wasser mehr richtig transportieren können.

Das erste Anzeichen sind Pflanzen, die mittags bei Sonnenschein welken, sich abends jedoch wieder aufrichten – selbst wenn der Boden noch feucht ist. Das Wachstum stoppt, Köpfe bilden sich nicht richtig aus. Wenn du die Pflanze aus der Erde ziehst, kannst du die Ursache deutlich an den Wurzeln erkennen.

Befallene Brokkolipflanzen lassen sich nicht retten und sollten entfernt und im Hausmüll entsorgt werden – nicht auf den Kompost, da die Sporen im Boden viele Jahre überleben. Hattest du einmal kohlhernie im Beet, solltest du für viele Jahre keine Kreuzblütler anbauen. Das betrifft auch Radieschen, Rucola und Mairüben, die ebenfalls zur Familie gehören.

Vorbeugung gegen kohlhernie gelingt am besten durch Fruchtwechsel: Lass idealerweise bis zu acht Jahre verstreichen, bevor du Kohl wieder ins gleiche Beet setzt. Achte zudem darauf, dass dein Boden nicht zu sauer ist, denn der Pilz entwickelt sich besonders gut bei niedrigem pH-Wert.

Schädlinge an Brokkoli

Bei Kohlgewächsen sind einige Schädlinge sprichwörtlich jedes Jahr zur Stelle.

  • Kohlfliege: Sie legt ihre Eier am Fuß des Stängels ab; die Larven fressen die Wurzeln. Die Pflanze wächst nicht mehr und welkt – ähnlich wie bei kohlhernie. Eine sogenannte Kohlkragen-Scheibe um den Stängel oder ein Kohlnetz über dem Beet verhindern das Eindringen der Fliege.
  • Kohlweißling und Kohlmottenschildlaus: Die grünen oder gelblich marmorierten brokkoli raupen fressen große Löcher in die Blätter und verstecken sich auf der Blattunterseite. Bei geringem Befall kannst du sie absammeln. Als Vorbeugung hilft ein Insektennetz über dem Beet.
  • Mehlige Kohlblattlaus: Die grau-grünen Kolonien mit mehliger Schicht sitzen dicht gedrängt an der Blattunterseite und im Herzen der Pflanze. Sie hemmen das Wachstum und sind, wenn sie einmal im Kopf sitzen, kaum noch abzuwaschen. Die blattläuse brokkoli sind ein häufiges Problem im Sommer.
  • Schnecken: Besonders frisch gepflanzte Brokkolipflanzen sind leichte Beute. Die ersten zwei bis drei Wochen sind besonders kritisch, daher kann eine Schneckenfalle oder ein Streifen Schneckenkorn rund um das Beet viel ausrichten.

Wenn du nur eines für deinen Brokkoli tust, dann decke das Beet ab! Ein feinmaschiges Netz, gleich ab dem Auspflanzen aufgelegt, hält kohlfliege, kohlweißling und Kohlmottenschildlaus fern und verhindert so die typischen brokkoli schädlinge gleich dreifach.

Das Netz muss rundherum eng aufliegen – am besten mit Erde oder Steinen beschweren. Ein Netz mit einer offenen Stelle an der Seite ist praktisch wirkungslos, denn die Schmetterlinge finden jedes Schlupfloch. Hebe es nur hoch, wenn du jätest oder erntest, und lege es danach sofort wieder auf.

Weitere Probleme beim Brokkoli

Nicht alles, was seltsam aussieht, ist gleich eine Krankheit. Viele Sorgen haben ganz natürliche Ursachen.

  • Der Kopf schießt in Blüte: Keine Krankheit, sondern eine typische Reaktion auf Hitze, Trockenheit oder zu späte Ernte. Beim nächsten Mal früher ernten.
  • Violetter Schimmer auf den Blättern: Meistens Phosphormangel im kalten Boden zu Saisonbeginn. Das Problem verschwindet in der Regel von allein.
  • Kleine, lockere Köpfe: Fast immer ein Hinweis auf zu wenig Wasser oder Nährstoffe während der Kopfentwicklung.
  • Hohlräume im Stängel: Entstehen durch sehr schnelles Wachstum nach einer Trockenphase. Brokkoli lässt sich trotzdem problemlos essen.

Mehr dazu, wie du Brokkoli anbaust und pflegst, findest du in unserer Anleitung zu Anbau von Brokkoli.

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