Brokkoli vorziehen gelingt am besten ab März auf der Fensterbank bei 15–20 °C. Die Samen keimen in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Tagen. Nach vier bis sechs Wochen, wenn die Jungpflanzen vier bis fünf echte Blätter entwickelt haben, können sie ins Beet umziehen – meist Ende April oder Anfang Mai.
Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit deine kleinen Brokkoli-Keimlinge gesund und kräftig wachsen.
Warum sollte man Brokkoli vorziehen?
Brokkolisamen sind sehr klein, und die jungen Pflänzchen sind in den ersten Wochen noch zart. Wenn du direkt ins Beet aussäst, werden sie leicht von Schnecken, Vögeln oder kalten Frühlingsnächten erwischt – das sind gute Gründe, warum die meisten Gärtnerinnen und Gärtner dazu raten, Brokkoli vorziehen zu lassen.
Brokkoli vorziehen ist besonders sinnvoll, wenn:
- du schon im August und nicht erst im September ernten möchtest,
- du viele Schnecken im Garten hast, die sonst die Keimlinge wegfressen würden,
- du gestaffelt aussäen und so über mehrere Wochen hinweg ernten willst,
- du nur für wenige Pflanzen Platz hast und gezielt die kräftigsten auswählen möchtest.
Brokkoli verträgt das Umpflanzen gut, solange die Wurzeln nicht verletzt werden. Damit unterscheidet er sich von Kulturen wie Bohnen und Möhren, die besser am Aussaatort bleiben.
So ziehst du Brokkoli erfolgreich vor
Du brauchst gar nicht viel Zubehör. Eine einfache Aussaatschale und etwas Aussaaterde reichen meistens aus. Alles Weitere findest du im Sortiment für Zubehör zum Vorziehen bei uns.
- Fülle die Aussaatschale mit lockerer Aussaaterde und drücke sie leicht an.
- Gib ein bis zwei Brokkolisamen pro Zelle etwa 1 cm tief in die Erde.
- Bedecke die Samen mit Erde und gieße vorsichtig, sodass die Erde gleichmäßig feucht ist.
- Stelle die Schale hell und bei 15–20 °C auf. Brokkoli keimt zuverlässig und benötigt kein Wärmematte zum Keimen.
- Halte die Erde immer gleichmäßig feucht, aber nicht nass.
- Wenn die Pflänzchen das erste richtige Blatt haben, entferne die schwächere der beiden direkt an der Erde.
Am häufigsten passiert der Fehler, dass zu wenig Licht zur Verfügung steht. Steht die Schale zu dunkel oder zu warm, schießen die Keimlinge und werden lang und dünn. Solche Pflanzen gedeihen später selten gut weiter. Ein heller Südfensterplatz oder Westfenster reicht meistens aus, andernfalls helfen Pflanzenlampen in den ersten Wochen.
Vom Wohnzimmer in den Gemüsegarten
Deine vorgezogenen Brokkolipflanzen dürfen ins Beet, wenn sie vier bis fünf echte Blätter haben und etwa 10–15 cm hoch sind. Am besten gewöhnst du sie ein paar Tage an das Leben draußen, indem du sie täglich für einige Stunden in den Halbschatten stellst.
Pflanze sie ein wenig tiefer, als sie im Topf standen, und halte 40–50 cm Abstand, wenn du nach der Haupternte noch Seitentriebe ernten möchtest. Ein Kohlnetz schützt die frischen Setzlinge sofort vor der Kohlfliege, die gezielt frisch ausgepflanzte Kohlarten sucht.
Alle Brokkolipflanzen eines Satzes werden etwa gleichzeitig erntereif. Wer also fünfzehn Pflanzen auf einmal aussät, hat später auch alle Köpfe zur gleichen Zeit. Säe darum ab März bis Anfang Juni alle zwei bis drei Wochen einen kleinen Schwung aus – dann kannst du bis in den Herbst nach und nach ernten und profitierst optimal vom gestaffelten Anbau.
Mehr Tipps zum Anbau und zur Pflege von Brokkoli findest du in unserer ausführlichen Brokkoli-Anleitung.
Mehr Wissenswertes rund um Brokkoli
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Und falls du noch Saatgut für diese Saison brauchst, findest du eine große Auswahl an biosamen Brokkolisamen hier.
