Träumst du davon, eigenen Brokkoli im Garten zu haben? Das können wir gut verstehen! Eine einzige Pflanze bringt zunächst ein großes, festes Haupt und danach noch wochenlang viele kleinere Seitentriebe – so kannst du bis weit in den Herbst hinein Brokkoli ernten.
Normalerweise startet man mit dem Brokkoli pflanzen bereits ab März im Haus bei 15–20 °C. Ausgepflanzt wird dann Ende April bis Anfang Mai, sobald die Jungpflanzen vier bis fünf richtige Blätter haben. Ab dem Zeitpunkt des brokkoli säen bis zur Ernte des ersten Hauptes vergehen im Schnitt 65–70 Tage.
Hier bekommst du einen Überblick über alle Schritte – vom brokkoli samen ins Beet bis zur Pflege, Ernte und Lagerung. In weiterführenden Artikeln findest du noch mehr Details, wenn du noch tiefer einsteigen möchtest.
Wo kann man Brokkoli anbauen?
Brokkoli liebt einen sonnigen Standort, kühles Wetter und einen Boden, der Feuchtigkeit gut hält. Die Pflanzen werden 80–90 cm hoch und nehmen mehr Platz ein, als viele denken.
- Brokkoli im Freiland anbauen: Das ist meist die beste Wahl. Such dir ein sonnenverwöhntes Beet mit tiefgründiger, humusreicher Erde, am besten etwas windgeschützt, da die großen Pflanzen bei Sturm kippen können.
- Brokkoli im Topf kultivieren: Auch das ist möglich, vorausgesetzt, das Gefäß fasst mindestens 20–25 Liter Erde. Bitte pro Topf nur eine Pflanze setzen und regelmäßig gießen, da die Erde im Topf schneller austrocknet.
- Brokkoli im Gewächshaus: Bringt in der Regel keine Vorteile. Brokkoli bildet zum brokkoli pflanzen die kompaktesten Köpfe an kühlen Tagen – im warmen Gewächshaus geht die Pflanze schnell in Blüte.
Das richtige Beet für Brokkoli auswählen
Brokkoli gehört zur Familie der Kohlgewächse – und damit gibt es einen besonders wichtigen Hinweis: Zwischen dem brokkoli anbauen im selben Beet sollten möglichst acht Jahre vergangen sein, in denen dort weder Kohl noch Brokkoli gewachsen ist.
Hintergrund ist die Kohlhernie – eine Pilzkrankheit im Boden, die zu Kümmerwuchs und knolligen Verdickungen an den Wurzeln führt. Ist sie einmal da, lässt sie sich nicht mehr bekämpfen und bleibt viele Jahre im Boden aktiv. War ein Beet betroffen, muss mindestens sechs Jahre auf alle Kreuzblütler verzichtet werden – und das betrifft auch Radieschen, Rucola und Mairüben, die zur gleichen Familie zählen.
Brokkoli säen – Schritt für Schritt zur eigenen Ernte
Brokkoli wird in der Regel vorgezogen, denn die Samen sind klein und die jungen Pflänzchen draußen anfangs sehr anfällig für Schnecken und Vögel. Lies dazu gern unsere Anleitung zum Brokkoli vorziehen hier. Alternativ kannst du Brokkoli auch ab April bis Mitte Juni direkt ins Beet brokkoli aussäen.
Vor der Aussaat sollte das Beet vorbereitet werden:
- Lockere die Erde mindestens 30 cm tief, denn Brokkoli bildet ein kräftiges Wurzelwerk.
- Arbeite pro Pflanze etwa zwei bis drei Liter Kompost ein – Brokkoli ist ein „Starkzehrer“.
- Drücke die Erde leicht an. Die Pflanzen stehen besonders stabil im festen Boden.
So gelingt die Aussaat von Brokkoli:
- Fülle Anzuchttöpfe oder Saatschalen mit lockerer Anzuchterde.
- Gib ein bis zwei brokkoli samen pro Topf oder Zelle, etwa 1 cm tief in die Erde.
- Bedecke die Samen mit Erde und wässere mit einem feinen Strahl.
- Stelle die Schalen hell bei 15–20 °C. Die Keimung dauert meist 5–10 Tage.
- Wenn die Keimlinge das erste richtige Blatt zeigen, schwächere Pflanze entfernen.
- Nach vier bis sechs Wochen, bei vier bis fünf Blättern, die stärksten Pflanzen brokkoli im garten aussetzen.
Wenn du alle Pflanzen auf einmal brokkoli säen möchtest, werden auch alle Brokkoliköpfe gleichzeitig reif. Besser ist, aufgeteilt in zwei bis drei Sätze im Abstand von etwa zwei bis drei Wochen zu brokkoli aussäen – das verlängert die Erntezeit deutlich.
Pflanzabstände und Auspflanzen
Mit dem Pflanzabstand bestimmst du die Erntemenge. Nur das große Haupt ernten? Dann reichen 25 cm zwischen den Pflanzen. Wenn du die zahlreichen Seitentriebe im Herbst nutzen willst, setze sie 40–50 cm auseinander und 50–60 cm Abstand zwischen den Reihen.
Setze die Jungpflanze etwas tiefer, als sie im Topf stand – optimal bis zu den untersten Blättern. So stehen sie fest, auch wenn die Köpfe schwer werden. Angießen nicht vergessen und möglichst gleich ein Kohlnetz spannen, damit Kohlfliegen und Schmetterlinge keine Eier ablegen. Die genauen Abstände findest du in unserem Beitrag zu Pflanzabständen für Brokkoli hier.
Pflege während der gesamten Saison
Brokkoli ist beim brokkoli pflanzen nicht schwierig, hat aber höhere Ansprüche: Er möchte eine gleichmäßig feuchte Erde, viel Nährstoff und Schutz vor typischen Schädlingen der Kohlgewächse.
Wenn du mehr rund um Pflege und Versorgung wissen willst, schau gern in unsere anderen Ratgeber:
Typische Probleme beim Brokkoli anbauen
Wenn beim Brokkoli etwas schiefgeht, liegt es meist an Trockenheit, Nährstoffmangel oder den typischen Schädlingen der Kohlfamilie.
- Kleine oder lockere Köpfe: Oft ein Zeichen für Trockenheit oder Dünger-Mangel in der entscheidenden Wachstumsphase.
- Haupt geht in Blüte: Gelbe Blüten zwischen den Knospen heißen: zu spät geerntet. Lieber ein paar Tage früher schneiden.
- Löcher in den Blättern: Schuld sind meist Raupen vom Kohlweißling oder Kohleule. Ein Insektennetz schützt schon ab dem Pflanztag.
- Pflanze wächst nicht und welkt in der Sonne: Möglicherweise Kohlfliegenmaden oder Kohlhernie an den Wurzeln.
- Pflanze fällt um: Die hohen Pflanzen sind kopflastig. Häufle etwas Erde am Stängel an, sobald sie größer werden.
Mehr zu Ursachen und Vorbeugung erfährst du in unserem Artikel zu Schädlingen und Krankheiten bei Brokkoli hier.
Wann kann man Brokkoli ernten?
In der Regel ist Brokkoli 65–70 Tage nach der Aussaat erntereif, meistens ab August. Das Haupt sollte fest, dunkelgrün und geschlossen sein, alle Knospen dicht an dicht. Zeigen sich gelbe Blütenknospen, ist Eile geboten – die Pflanze blüht bald auf.
Schneide das Haupt mit einem scharfen Messer schräg ca. 10–15 cm unterhalb des Kopfes am stängel ab. Die Pflanze bleibt stehen, denn jetzt startet Runde zwei: Aus den Blattachseln wachsen viele kleinere Seitensprossen nach, die du noch viele Wochen laufend ernten kannst.
Am besten kontrollierst du die Brokkolipflanzen im Hochsommer mehrmals pro Woche, da ein Haupt in wenigen Tagen aufplatzen kann. Ausführliche Infos zur Ernte findest du in unserem Beitrag zur Brokkoliernte hier.
Bist du bereit, eigenen Brokkoli zu setzen?
Für das Brokkoli setzen braucht es etwas Planung wegen des Fruchtwechsels und am besten ein Netz übers Beet. Dafür wirst du aber mit monatelangen Ernten belohnt: Erst das große Haupt, dann zahlreiche knackige Seitentriebe bis zu den ersten Frostnächten.
Wir hoffen, diese Anleitung hat dir einen guten Überblick und Lust aufs Gärtnern gemacht!
Und falls dir noch brokkoli samen für die Saison fehlen: Bei uns findest du eine große Auswahl an biosamen und schmackhaften Brokkolisamen hier.
