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Porree krankheiten

Porree krankheiten - Blomea.at

Die häufigsten porree krankheiten sind lauchrost und Weißfäule, daneben treten Schädlinge wie Lauchmotte, Zwiebelfliege und Thripse besonders oft auf. Viele dieser Probleme betreffen auch andere Pflanzen aus der Lauchfamilie. Typische Anzeichen sind orangefarbene Sporenlager, gelbe Blätter, helle „Fenster“ in den Blättern oder weiche Stängel an der Erdoberfläche.

In dieser Übersicht zeige ich Ihnen, wie Sie die verschiedenen porree krankheiten und Schädlinge erkennen und welche Vorbeugungsmaßnahmen im Garten sinnvoll sind.

Warum treten Krankheiten an Porree auf?

Porree wächst langsam und steht viele Monate im Beet. Diese lange Standzeit macht ihn anfälliger als schnelle Blattgemüse, weil Pilze und Schädlinge länger Zeit haben, die Pflanze zu finden. Faktoren wie Feuchtigkeit, Luft, Wasser und Nährstoffe hängen eng zusammen. Gerät eines davon aus dem Gleichgewicht, steigt die Anfälligkeit des Porrees für Pilzerkrankungen und Schädlinge.

Gesunde Porreepflanzen sind grundsätzlich recht robust. Meistens trifft es die gestressten Pflanzen. Mehr dazu finden Sie in den Artikeln Bewässerung von Porree und Düngung von Porree, wo wir genauer darauf eingehen.

Krankheiten am Porree treten besonders häufig auf, wenn:

  • die Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum hoch ist
  • die Pflanzen zu dicht stehen und nicht genug Luft bekommen
  • unregelmäßig oder über das Laub gegossen wird
  • die Fruchtfolge zu kurz ist und Porree jedes Jahr am selben Ort gepflanzt wird
  • die Erde ständig nass und sauerstoffarm um die Wurzeln herum ist

Lauchrost

Lauchrost (Puccinia allii) ist die am weitesten verbreitete Krankheit bei Porree und zeigt sich oft ab dem Hochsommer. Typisch sind kleine, orange bis rostfarbene Sporenlager auf den Blättern, die sich besonders bei feuchtem Wetter rasch ausbreiten. Die Krankheit schwächt die Pflanze, da befallene Blätter weniger Photosynthese betreiben, und starke Infektionen mindern die Ernte deutlich.

Die ersten Anzeichen von lauchrost sind meist:

  • Kleine, orange oder gelb-orange Sporenlager an der Blattoberseite
  • Gelbe Flecken, die sich mit der Zeit ausbreiten
  • Blätter, die von der Spitze her vergilben und eintrocknen
  • Verminderter Wuchs und dünnere Stängel

So beugen Sie lauchrost vor:

  • Pflanzen Sie mit ausreichend Abstand (10–15 cm in der Reihe), damit genügend Luft zirkulieren kann
  • Gießen Sie morgens direkt am Boden und meiden Sie Spritzwasser auf den Blättern
  • Entfernen Sie befallene Blätter und entsorgen Sie diese über den Hausmüll, nicht auf dem Kompost
  • Halten Sie eine Fruchtfolge von mindestens vier Jahren in der gesamten Lauchfamilie ein
  • Vermeiden Sie Überdüngung mit Stickstoff, da weiche Blätter anfälliger sind

Weißfäule und andere Pilzkrankheiten

Weißfäule (Sclerotium cepivorum) ist ein bodenbürtiger Pilz, der die Wurzeln und den unteren Stängelbereich befällt. Die Pflanze welkt plötzlich von unten her, und beim Ausgraben zeigt sich ein weißes, watteähnliches Geflecht am Wurzelhals – also am Übergang von Wurzel zu Stängel. Der Pilz kann bis zu 10–15 Jahre im Boden überdauern, weshalb Vorbeugung das A und O ist.

Wichtig ist deshalb: Befallene Pflanzen komplett entfernen und nicht kompostieren, und an diesen Stellen mehrere Jahre keine Lauchgewächse anbauen. Auch weitere Pilzkrankheiten wie Grauschimmel oder Blattflecken treten vor allem in feuchten Sommern auf. Hier helfen ebenfalls gute Lüftung und das regelmäßige Entfernen von abgestorbenen Pflanzenresten.

Schädlinge an Porree

Schädlinge zählen zwar nicht direkt zu den porree krankheiten, schwächen aber die Pflanzen und erhöhen die Anfälligkeit für Pilze und Viren. Die häufigsten Schädlinge an Porree sind die Lauchmotte, Zwiebelfliege und Thripse.

Lauchmotte

Die Lauchmotte (Acrolepiopsis assectella) ist eines der typischsten Schadinsekten am Porree. Der Falter ist klein und braun – aber die eigentlichen Schädlinge sind die Larven, die helle Fensterstellen in den Blättern fressen und sich bis in den Stängel bohren können. Bei starkem Befall kann die Ernte spürbar vermindert werden.

Ausführlichere Infos zu Anzeichen und Vorbeugung finden Sie in unserem separaten Beitrag über Lauchmotte hier.

Zwiebelfliege und Lauchrüssler

Die Zwiebelfliege (Delia antiqua) und der Lauchrüssler legen ihre Eier am Fuß der Pflanzen ab. Die geschlüpften Larven fressen sich in Stängel und Wurzeln. Typische Hinweise sind kleine helle Fraßgänge und schlaffe, gelb werdende Pflanzen, die plötzlich „umkippen“. Insektennetze sind der sicherste Schutz. Zusätzlich lohnt es sich, Möhren mit Porree zusammen anzubauen – deren Geruch hält die Zwiebelfliege fern und umgekehrt.

Thripse

Thripse sind winzige, längliche Insekten, die an Blättern saugen. Sie verursachen silbrig-gesprenkelte Streifen, insbesondere bei warmer, trockener Witterung. Halten Sie die Luftfeuchte durch gleichmäßiges Gießen hoch und entfernen Sie befallene Blätter. Bei starkem Befall helfen geeignete Produkte aus unserem Bereich insektfrei.

Wie kann man porree krankheiten vorbeugen?

Die beste Methode gegen porree krankheiten ist ständige Vorbeugung während der ganzen Saison:

  • Für ausreichend Abstand und Luft zwischen den Pflanzen sorgen (10–15 cm in der Reihe)
  • Regelmäßig und angepasst gießen, idealerweise morgens und direkt am Boden
  • Alte, gelbe und befallene Blätter regelmäßig entfernen
  • Über die Saison ausgewogen düngen, aber Stickstoff nicht übertreiben
  • Mindestens vier Jahre Fruchtfolge anstreben, keine Porree oder andere Lauchgewächse jedes Jahr am selben Platz
  • Insektennetze während der Flugzeiten von Lauchmotte und Zwiebelfliege über das Beet spannen

Weiche, überdüngte Pflanzen werden meist leichter von Pilzen und Schädlingen befallen.

Möchten Sie mehr über Porree erfahren?

Wenn Sie noch tiefer in das Thema einsteigen möchten, finden Sie viele weitere Ratgeber bei uns:

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